AUSSTELLUNGEN - PROJEKTE - MILAN KUNC
Milan Kunc - Vorbote der kulturellen Ost-West-Vereinigung

Milan Kunc war der Begründer des Ost Pop, der sich Ende der 70er Jahre entwickelte.
Seine klassizistischen Bilder, die durch gewagte Farben Aufsehen erregen, verkörpern eine positiv wahrgenommene und zur gleichen Zeit tiefgründige Bilderwelt, die zu einer internationalen Beachtung des Künstlers führten. 1980 war Milan Kunc einer der Mitbegründer der „Gruppe Normal“, die jetzt, auch 25 Jahre nach ihrer Gründung, auf der 2. Prager Biennale vertreten ist (26.5. - 15.9.2005).

Die international ausgerichtete Wanderausstellung „Prospective Milan Kunc“ stellt die transkulturelle Werkidee des Künstlers in den Vordergrund. Zukunftsweisend hat Milan Kunc im Hinblick auf die gesellschaftspolitische Entwicklung in Europa den Ost-West-Transfer als zentrale Thematik seiner Arbeit gewählt, der sich ebenfalls in den Werken der Wanderausstellung wiederspiegelt.

In seiner „Ost-Pop“ Werkphase führt Milan Kunc bereits in den 70er und 80er Jahren Ikonen westlicher Konsumkultur mit östlichen Propagandasymbolen zusammen, indem er die später unvermeidbare Vereinigung und wechselseitige Vereinnahmung unterschiedlicher Kulturen vorweg nimmt.

Die Prophezeiung: Eine transkulturelle Völkerwanderung zwischen Ost und West sprengt politische und gesellschaftliche Grenzen. Was einst als Kulturschock galt, durchlebt heute eine Faszination des Selbstverständlichen. Milan Kunc vermittelt den „peinlichen Realismus“ unserer gegenwärtigen Weltanschauung in Bildern, Skulpturen und Installationen. Milan Kunc verkörpert die Entwicklung des Ost-West-Transfers in den letzten 30 Jahren. Als „Grenzgänger“ mit deutscher und tschechischer Staatsbürgerschaft vermittelt er in seinen Bildern die Idee der Vereinigung der Kulturen diesseits und jenseits des ehemals „Eisernen Vorhangs“.

Die Ausstellung wird zu einer Vorführung grenzenloser Kulturdiplomatie und erhält durch die Erweiterung der Europäischen Union 2004 besondere Aktualität. Das Ausstellungskonvolut umfasst ca. 70 Werke mit:
- 20 großformatigen Bildern (ca. 250 x 280cm)
- 30 klein- bis mittelformatigen Bildern (ca. 130 x 100 cm)
- 10 Skulpturen (bis zu 300 cm hoch)
- 10 kleinformatige Tafeln

Die Anzahl der Objekte kann je nach Ausstellungsort variieren.

Die Ausstellung ist als internationale Wanderausstellung konzipiert. Die Ausstellungsorte sind renommierte, national und international bekannte Museen:
- Tschechei: Nationalgalerie Prag: Oktober bis Ende Dezember 2006
- Deutschland: Kunsthalle Erfurt: Anfang Januar 2007 bis Ende Februar 2007

Die Ausstellungstournee ist offen für weitere Stationen in West- und Osteuropa.

Kurzbiographie des Künstlers

1944 geboren in Prag
1961-67 Studium an der Kunstakademie, Prag
1970-75 Staatliche Kunstakademie, Düsseldorf, Studium bei Joseph Beuys und Gerhard Richter
1974-79 Begründer des „Ost-Pop“ und „Peinlichen Realismus“
1980 Mitbegründer der „Gruppe Normal“
1984 lebt und arbeitet in Köln
1988-91 lebt und arbeitet in Rom und der Toskana
1995-96 Studio in New York und East Hampton
1996-97 Arbeiten mit Keramikskulpturen in Den Haag
2001-04 Studios in Prag und Köln

Weitere interessante Informationen über den Künstler und sein Werk finden Sie unter:
http://www.milan-kunc.com

FENSTER SCHLIESSEN